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Atlas unsichtbarer Räume

Im Rahmen des Projektes „Atlas unsichtbarer Räume“ wird der (Forschungs-)Frage nachgegangen, welches Wissen von Räumen und Orten Schüler_innen in die Schule mitbringen, und wie sich räumliches Wissen zum Schulumfeld auf die Durchlässigkeit der Grenze zwischen Schule und Stadt auswirken kann. Das Projekt handelt von der Frage, wie man in einer heterogenen Gruppe überhaupt über Raum sprechen kann - und somit von Architekturvermittlung. Die zeichnerisch-kartografische Dokumentation eines tatsächlichen und imaginierten gemeinsamen Raumes im Umfeld einer Schule, der zugleich als Stadtraum erlebt wird, ist dabei Mittel zum Zweck, um diese räumliche Sprache zu (er-)finden.

Von Mitte November 2014 bis Ende Januar 2015 arbeiteten die Projektleiterinnen Dipl. Ing Antje Lehn und Dr. Anna Pritz mit ihren Studierenden im Rahmen des Wahlpflichtfaches Bildnerische Erziehung (BE) bei Prof. Bittner mit 20 Schüler_innen am Projekt. Beim Lehrausgang zum Institut für das künstlerische Lehramt konnten die Schüler_innen auch den „Rundgang“ (Tag der offenen Tür) an der Akademie der bildenden Künste Wien besuchen.

Zunächst wurde die Schulumgebung spielerisch zum unbekannten Territorium erklärt. Die Studierenden des künstlerischen Lehramtes der Akademie unterstützen die Schüler_innen der 6. Klasse dabei, den Bezirk mit künstlerischen Strategien zu erforschen und neu zu vermessen. In den Rollen von Reisenden und Kartograf_innen wurden die Schüler_innen zu Stadtforscher_innen, die ihre Umgebung beobachteten, sich gegenseitig darüber berichteten und dazu thematische Karten anfertigten. Die Themenkarten handelten von Lieblingsorten, Un-orten, Leerräumen und Menschen in der direkten Umgebung der Schule. Alle Ergebnisse der künstlerisch-kartografischen Recherchearbeit wurden in einer gemeinsam erstellte „Weltkarte der Schulumgebung“ verarbeitet. Schliesslich konnte das gesammelte Wissen im Rahmen einer „Wissenstransferkonferenz“ auch an Schüler_innen der 3. Klasse weitergegeben werden.

Als Fortsetzung wird es einen Radioworkshop mit der Stadtforscherin Elke Rauth und Radio Orange im Fach Medienkunde und eine künstlerische Weiterentwicklung des Atlas unsichtbarer Räume mit der Künstlerin Johanna Reiner im Rahmen des Faches BE geben. Das gesamte Projekt „Atlas unsichtbarer Räume“ wird bei den Projekttagen im Juni 2015 präsentiert.

In Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste Wien und mit Unterstützung von KulturKontakt Austria.
(Fotos: Antje Lehn)