IMST Award / Dürfen „artverwandte“ (Wahl)Pflichtgegenstände in Kombination als zwei selbstständige Prüfungsgebiete zur mündlichen Reifeprüfung gewählt werden (z.B. BiU und Life science)?

§ 27 Abs. 2 RPVO: „Unter Abwägung der Wahlfreiheit der Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten hat die Schulleiterin oder der Schulleiter bereits im Vorfeld darauf hinzuwirken, dass bei der Wahl der mündlichen

Teilprüfungen die inhaltliche und fachliche Unterscheidung der Prüfungsgebiete berücksichtigt wird.“

Die Kombination „gleichnamiger“ Pflicht- bzw. Wahlpflichtgegenstände ist ex lege ausgeschlossen.

Die Problematik ergibt sich lediglich bei autonomen (Wahl)Pflichtgegenständen: Die (Wahl)Pflichtgegenstände mit verordnetem Lehrplan können frei kombiniert werden, weil sich die Lehrplaninhalte „von Amts wegen“ unterscheiden (z.B. Instrumentalunterricht und Musikerziehung). Schulautonome (Wahl)Pflichtgegen- stände sind, wenn sie nicht einen völlig eigenständigen und von einem (Wahl)Pflichtgegenstand unabhängigen Lehrplan haben, zumeist ein Konglomerat aus den Inhalten anderer (Wahl)Pflichtgegenstände. Es liegt daher im Ermessen der Schulleitung festzustellen, welche Kombinationen aufgrund der Lehrplaninhalte (nicht) möglich sind.

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