Im Rahmen eines Erasmus+ Projekts verbrachten Schüler*innen des Medienzweigs des BRGORG 15 von 16. bis 20. Februar 2026 eine intensive Projektwoche in Budapest. Gemeinsam mit der Partnerschule Óbudai Árpád Gimnázium arbeiteten die Jugendlichen an einem vielseitigen Programm rund um Kunst, Kultur und Medien.

Gleich am Anreisetag erkundete die Gruppe bei einer von einer ungarischen Lehrerkollegin geführten Stadtbesichtigung zentrale Orte Budapests. Dabei standen nicht nur historische Sehenswürdigkeiten im Fokus, sondern auch die bewusste Wahrnehmung von Architektur, Stadtraum und Atmosphäre, die von den Jugendlichen fotografisch dokumentiert und später zur Weiterarbeit am Projekt verwendet wurde.

Am folgenden Tag wurden die Schüler*innen an der Partnerschule empfangen und starteten mit Kennenlern- und Teamaktivitäten und einem ersten kreativen Prozess in das Projekt, bevor am Nachmittag ein Museumsbesuch in der György Ráth Villa stattfand. Dort setzten sich die Jugendlichen im Rahmen eines museumspädagogischen Programms intensiv mit dem Jugendstil auseinander und analysierten typische Gestaltungselemente dieser Epoche.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Unterrichts an der Partnerschule. In englischsprachigen Mathematik- und Englischstunden erhielten die Schüler*innen Einblick in ein anderes Bildungssystem und konnten gleichzeitig ihre Sprachkompetenzen im direkten Austausch anwenden.

Parallel dazu arbeiteten die Jugendlichen in internationalen Teams an eigenen Projekten. Ein Schwerpunkt lag auf der kreativen Auseinandersetzung mit dem Jugendstil: Es wurden beispielsweise Poster gestaltet, bei denen Schriftzüge sowohl im typischen Stil des Jugendstils als auch in einem individuellen, persönlichen „Stil der Jugend“ umgesetzt wurden. Dabei kombinierten die Schülerinnen und Schüler historische Gestaltungselemente mit ihren eigenen ästhetischen Vorstellungen. Zusätzlich entwickelten sie erste Konzepte für eine Weiterarbeit am Projekt beim Gegenbesuch der ungarischen Gruppe in Wien. Hierfür wurden im weiteren Verlauf der Woche Konzepte und Projektpläne erstellt.

Ein besonderes Highlight stellte der Besuch des Fót Filmstudios dar. Dort erhielten die Schüler*innen Einblicke in verschiedene Filmkulissen und Produktionsumgebungen. In der umfangreichen Kostümsammlung durften sie selbstständig im Fundus stöbern und Kostüme anprobieren, was einen unmittelbaren Zugang zur praktischen Seite der Filmproduktion ermöglichte. Ergänzt wurde dieser Einblick durch den Besuch des MTVA Studios, wo die Gruppe die Abläufe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ungarn kennenlernte und selbst im Besucher*innenstudio tätig werden durfte.

Am letzten Tag stand eine weitere Auseinandersetzung mit dem Stadtraum und kulturellen Institutionen im Mittelpunkt. Die Gruppe besuchte das Kiscelli-Museum, in dem verschiedene Ausstellungen besichtigt wurden. Besonders eindrucksvoll waren dabei Beiträge zur Geschichte der Telekommunikation sowie eine Ausstellung zum oscarnominierten Film „Árva“.

Die Projektwoche verband auf konkrete Weise kulturelles Lernen, kreative Medienarbeit und internationale Zusammenarbeit. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur ihre sprachlichen und digitalen Kompetenzen erweitern, sondern auch praktische Erfahrungen in den Bereichen Gestaltung, Film und Medienproduktion sammeln. Zudem konnten die Schüler*innen auch Jugendliche aus einem anderen europäischen Land kennenlernen, was ihren kulturellen Horizont erweiterte und den europäischen Zusammenhalt stärkt. Wir freuen uns schon auf den Besuch der ungarischen Gruppe in Wien und auf den gemeinsamen Projektabschluss.