Improve Your English & AI-Enhanced Erasmus+ mit Smart Teachers Play More

Im Rahmen der Lehrerfortbildungen in Reykjavik, Island wurden zwei zentrale Schwerpunkte umgesetzt,einmal die gezielte Förderung von Englisch als Arbeitssprache sowie deren Übertragbarkeit in denEHS/MINT-Unterricht und die strukturierte Projektentwicklung für Erasmus+ mit KI-geleiteter Unterstützung.

Die Fortbildung „Improve Your English“ lieferte sehr konkrete Unterrichtsimpulse zur gezielten Förderung vonSprechen und Zuhören. Im Fokus standen aktivierende Formate, die Grammatik- und Wortschatzarbeit inkommunikative Situationen übertragen – etwa durch Chants, Bewegungsspiele und strukturierte Aufgaben.Ebenso wurde der Bereich Storytelling intensiv bearbeitet. Dabei wurden praxistaugliche Routinen zurErhöhung der Sprechzeit erarbeitet, sodass Sprachproduktion im Unterricht stabil und alltagstauglichumgesetzt werden kann.

Für den EHS-Zweig ist der Mehrwert dieser Fortbildung besonders hoch, weil die Impulse direkt auf dieVerknüpfung von Sprache mit dem Fachunterricht übertragen werden können. Englisch kann dabei gezielt inPhysik- und Mathematikunterricht eingebunden werden, beispielsweise durch Gesprächsformate zumBeschreiben von Experimenten, durch strukturierte Formulierungen für Hypothesen, Beobachtungen undErgebnissen sowie durch sprachbewusste Erklär- und Argumentationsroutinen. So wird Fachsprachesystematisch gestärkt und zugleich das Verständnis fachlicher Inhalte unterstützt, was insgesamt diesprachliche und fachliche Kompetenzentwicklung im EHS-Profil nachhaltig fördert.

Die Fortbildung „AI-Enhanced Erasmus+“ vermittelte klare, handhabbare Werkzeuge für die Entwicklung neuer Projekte. Der größte Mehrwert bestand darin, dass Projektarbeit nicht als abstrakte Schreibaufgabeverstanden wurde, sondern als strukturierter Prozess von der Formulierung von Gründen und Zielen über dieEntwicklung passender Umsetzungsideen bis hin zu Entwurf, Überarbeitung und Feedback. Besonderswertvoll war der Imput, wie KI sprachlich beim Schreiben und Verbessern unterstützen kann, ohne deneigenen inhaltlichen Anspruch zu ersetzen—vielmehr mit dem Ziel, Inhalte zielgerichteter zu strukturieren undFormulierungen sprachlich präziser sowie überzeugender und verständlicher zu gestalten.

Zusätzlich wurde ein deutlich verbesserter Blick auf Erasmus+ erarbeitet, insbesondere hinsichtlich vonPrioritäten und Bewertungskriterien. Als Qualitätsanker diente zudem Feedback, das die Weiterentwicklungvon Entwürfen systematisch anleitet. Für die Schule ergibt sich daraus der Nutzen, Projektanträge künftigfokussierter und Kriterien bewusster vorzubereiten, Teamarbeitsprozesse effizienter zu gestalten undEntwürfe schneller zu verbessern, da der Weg von der Idee bis zur Ausarbeitung und zum Feedback klarerstrukturiert ist.

Beide Lehrpersonen nahmen im Rahmen dieser Fortbildungen an einer Informationseinheit zum isländischenSchulsystem teil, in der grundlegende Aspekte, Organisationsstrukturen sowie die Lernkultur vorgestelltwurden. Darauf aufbauend hatten wir die Gelegenheit, im Rahmen eines Schulbesuchs eine isländischeSchule in Mosfellsbær zu besuchen, um Unterrichtspraxis, Rahmenbedingungen und angewandte Methodenkennenzulernen.

Zusätzlich zum regulären Kursprogramm fand ein kultureller Abend mit Teilnehmenden aus 21 verschiedenenLändern statt. Dabei standen Kennenlernen, gegenseitiger Austausch sowie eine kulinarische Präsentationder jeweiligen Herkunftsländer im Mittelpunkt.

Im Verlauf der Woche bestand außerdem die Möglichkeit, an einer Einheit zur Partnerfindung teilzunehmen.In diesem Rahmen wurden Kontakte vertieft, Kooperationsbereitschaften zusammengeführt und konkretenächste Schritte vereinbart – mit guten Aussichten auf eine Zusammenarbeit mit Polen und Finnland.

(Patrick Arnold und Sabine Plattensteiner)

 

 

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