Erasmus+ Münsingen 7E

Vom 28.06. bis 01.07. nahmen acht Schülerinnen unserer Klasse 7E an einem Erasmus+-Projekt in Münsingen-Dottingen zum Thema „Gleich und doch verschieden“ in Deutschland teil. Die Anreise von Wien erfolgte ganz dem Nachhaltigkeitsgedanken mit dem Zug und dauerte etwa sechs Stunden.

In Ulm nagekommen, wurden wir von Kathrin Lehbrink, der Direktorin unserer Partnerschule, dem Lehrerkollegen Martin Rost und einem Teil unseren künftigen  Gastfamilien abgeholt, um gemeinsam die Innenstadt von Ulm zu erkunden. Dort besichtigten wir das Ulm Münster, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Der Bau der Kirche begann im Jahr 1377. Mit einer Höhe von 161,53 Metern besitzt das Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt. Die Kirche wurde im gotischen Baustil errichtet und beeindruckt durch ihre großen Fenster und ihre detaillierten Verzierungen. Außerdem bietet der Turm nach dem Aufstieg über viele Stufen einen beeindruckenden Ausblick über die Stadt Ulm und die Umgebung.

Danach besuchten wir das Fischerviertel, einen der ältesten und schönsten Stadtteile Ulms. Dort konnten wir die engen Gassen, die historischen Fachwerkhäuser und die kleinen Brücken entlang der Blau bewundern. Außerdem sahen wir das Einstein-Denkmal, das an den berühmten Physiker Albert Einstein erinnert, der 1879 in Ulm geboren wurde.

Anschließend fuhren wir mit den Gastfamilien nach Münsingen-Dottingen. Dottingen ist ein kleines Dorf auf der Schwäbischen Alb und gehört zur Stadt Münsingen. Der Ort ist von Wiesen, Feldern und Wäldern umgeben und hat eine ruhige, ländliche Atmosphäre. Unsere Gastfamilien waren sehr freundlich und haben uns herzlich aufgenommen. Dadurch fühlten wir uns von Anfang an willkommen. Auch die Gemeinde wirkte sehr offen, freundlich und einladend, sodass wir schnell einen positiven ersten Eindruck von unserem Aufenthalt in Deutschland bekamen. (Tamara und Rita, 7e)

Am Montag unternahmen wir begleitet von Herrn Rost und Schülerinnen des Gymnasium Münsingen einen abwechslungsreichen Ausflug zur Wimsener Höhle und nach Zwiefalten. Dabei konnten wir die beeindruckende Natur der Schwäbischen Alb erleben und gleichzeitig interessante Einblicke in die Geschichte der Region gewinnen.

Unser erster Programmpunkt war der Besuch der Wimsener Höhle, die auch als Friedrichshöhle bekannt ist. Sie ist die einzige mit einem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Schwäbischen Alb. Die Höhle entstand vor vielen Tausend Jahren durch die Kraft des Wassers, das den Kalkstein langsam ausgewaschen hat. Während einer Bootsfahrt fuhren wir über das glasklare Quellwasser in das Innere der Höhle. Dabei erfuhren wir, dass nur ein kleiner Teil der Höhle für Besucher zugänglich ist. Der größte Abschnitt bleibt Höhlenforschern vorbehalten und ist bis heute noch nicht vollständig erforscht. Die gleichbleibend kühle Temperatur von etwa acht Grad und die besondere Atmosphäre machten den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Anschließend wanderten wir entlang der Zwiefaltener Ach nach Zwiefalten, eine kleine Gemeinde im Landkreis Reutlingen. Dort besichtigten wir die beeindruckende Klosterkirche des ehemaligen Benediktinerklosters. Das Kloster Zwiefalten wurde im Jahr 1089 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden geistlichen und kulturellen Zentrum. Die heutige Klosterkirche wurde im 18. Jahrhundert im prachtvollen Barockstil erbaut und zählt zu den schönsten Barockkirchen Süddeutschlands.

Schon beim Betreten der Kirche beeindruckten uns die hellen Räume, die kunstvollen Deckenfresken und die aufwendig vergoldeten Verzierungen. Besonders sehenswert sind der prachtvolle Hochaltar, die zahlreichen Figuren sowie die reich geschmückten Seitenaltäre. Die vielen kunstvollen Details zeigen, mit wie viel Sorgfalt und Können die Kirche gestaltet wurde. Während der Besichtigung erfuhren wir außerdem mehr über das Leben der Benediktinermönche, die über viele Jahrhunderte im Kloster lebten, beteten und arbeiteten.

Der Ausflug bot uns die Möglichkeit, Natur, Geschichte und Kultur auf besondere Weise miteinander zu verbinden. (Martina und Azra, 7e)

Am 30.06.2026 nach dem gemeinsamen Frühstück in unseren Gastfamilien, fuhren alle zusammen mit dem Bus und der Bahn nach Tübingen ging.

Tübingen ist eine traditionsreiche Universitätsstadt, was man dem Stadtbild sofort anmerkt. Die Atmosphäre ist sehr lebendig und durch die vielen Studierenden geprägt. Zuerst spazierten wir entlang den historischen Gassen. Besonders war der Besuch von Schloss Hohentübingen (oft auch als Hofburg bezeichnet). Da das Schloss erhöht liegt, hatten wir von dort oben einen fantastischen Ausblick über die gesamte Altstadt und den Neckar.

Nach der Stadtführung verbrachten wir ein gemütliches gemeinsames Mittagessen. Im Anschluss hatten wir noch etwas Freizeit, um die Stadt in kleinen Gruppen selbst zu erkunden. Zum Abschluss des Programms stand eine traditionelle Stocherkahn-Fahrt auf dem Neckar an, was ein sehr schönes und entspanntes Erlebnis war.

Am späten Nachmittag kehrten wir nach Münsingen zurück, wo uns die Gastfamilien abholten. Den restlichen Abend verbrachte jeder von uns individuell in seiner Familie. Wir haben an diesem Tag sehr viel Neues gelernt und viele schöne Eindrücke mitgenommen.

(Galin & Kamilla, 7e)

Am Morgen, des 1.7. kamen wir am Gymnasium Münsingen an, wo  wir von einem Lehrer- und Schüler*innenteam herzlich begrüßt wurden. An dieser Schule beginnt der Unterricht um 7:45 und eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten. An der Schule arbeiten etwa 55 Lehrpersonen für 550 Schüler*innen. Nach einer Unterrichtshospitation in Religion oder Englisch könnten wir die Schule besichtigen. Für die anschließende Schulführung wurden kleine Gruppen gebildet: jeweils zwei Gastgeberschüler*innen und drei österreichische Schüler*innen der 1b schlossen sich mit einer Schülerin der 7e zusammen. Geführt wurde unsere Gruppe dann von Matteo, Toni und Bogdan, drei 12-jährigen, sehr engagierten Schülern. Sie zeigten uns Klassenräume und Sondersäle und erklärten den Ablauf des Unterrichts, wodurch wir einige Unterschiede zu unserer Schule in Österreich bemerkten

Im Anschluss zum Schulbesucht machten wir uns dann auf den Weg zum Bahnhof Münsingen, stiegen in die Schwäbische Albbahn nach Ulm, die als längste Museumsbahn Baden-Württembergs bekannt ist und privat geführt wird.

Am Nachmittag hatten wird noch die Möglichkeit selbstständig die Ulmer Innerstadt zu erkunden bevor wir die Heimreise nach Wien antraten. (Madina und Lina, 7e)

 

 

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