Bereits zum zweiten mal entwickelten dieses Frühjahr Lehramt Studierende der Akademie der Bildenden Künste Wien, diesmal unter der Leitung der Lehrenden Julia Hay, im Rahmen des BE- Unterrichts ein Projekt zum Thema „Speicherort Körper“. Dieses Jahr führten die Studierenden unsere Schüler*innen der 4B sehr einfühlsam in das Feld der künstlerischen Performance ein. Sie lernten künstlerische Performances kennen und tasteten sich schrittweise an die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Performance heran. Schließlich entstanden sehr spannende Performances der Schüler*innen am Henrietten Platz, welche die unsichtbaren Normen und Regeln des Platzes aufgriffen, und auf phantasievolle Weise und sehr aussagekräftig thematisierten. Eine Mädchengang erforschte mit selbstgebastelten Zigaretten und Wodka Flaschen stereotype Gender- Zuschreibungen, Rollenbilder und Normen am Platz, ein fiktives Tischtennisspiel zeigte Regeln und Normen des sozialen Zusammenhalts auf und eine Gruppe von Burschen zelebrierte bei einer Als-ob-Sport-Performance vor den Reckstangen mit einem Chor sportlicher Geräusch-gesänge den Zusammenhalt ihrer Männerclique. Auch die Marien-Statue am Henrietten Platz wurde zum Zentrum einer Performance und zum Ausverhandlungsort zwischen künstlerischer Intervention, sozialen Normen und Denkmalschutz. Eine weitere Intervention ließ heimliche Tauschakte zwischen den Protagonist*innen vermuten und lud schließlich zu einer Wanderung über den Platz ein. Die performativen Auseinandersetzungen der Schüler*innen waren sehr phantasiereich. Die Zusammenarbeit mit den Studierenden war sehr inspirierend und machte den Schüler*innen sehr viel Freude. Wir bedanken uns herzlich bei den Akademiestudierenden und bei Julia Hay für diese tolle Kooperation!

 

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